Gilde ehrt Sieger und langjährige Jubilare
  1. September 2026   Autor: Wilhelm J. Droste

Im Vorfeld des Schützenfestes der St.-Sebastian-Schützengilde Beckum hat einmal mehr die Treffsicherheit der Schützen im Mittelpunkt gestanden. Bei verschiedenen Schießwettbewerben wurden die Besten in den einzelnen Kategorien ermittelt.

Das teilt der Verein mit und gibt die jeweiligen Sieger bekannt:

  • Bataillonspreis: 1. Platz Ferdinand Frölich, 2. Platz Moritz Martin, 3. Platz Christian Kahl
  • Leistungsklasse: 1. Platz Dominik Bollmann, 2. Platz Tobias Martin, 3. Platz Wilhelm J. Droste
  • 1. Kompanie: 1. Platz Gerd Siedenhans, 2. Platz Christian Peters, 3. Platz Thorsten Schröder
  • 2. Kompanie: 1. Platz Daniel Gudrian, 2. Platz Alfons Deimel, 3. Platz Daniel Steinsträter
  • 3. Kompanie:1. Platz Christoph Thien, 2. Platz Malte Wingen, 3. Platz Dr. Karsten Kühne
  • Jungschützen: 1. Platz Noah Möllmann, 2. Platz Oliver Groß-Albenhausen, 3. Platz Lars Altehülshorst
  • Seniorenpreis: 1. Platz Olaf Kahl, 2. Platz Günther Sielemann, 3. Platz Reinhard H. Agnesens
  • Damenpokal: 1. Platz Christina Schlüter, 2. Platz Marlene Lehmann, 3. Platz Natalie Martin
  • Ehrenratspokal: Reinhard H. Agnesens

Über die Schießwettbewerbe hinaus stand die Ehrung der Jubilare auf dem Programm. Major Dominik Bollmann begrüßte die Anwesenden, unter ihnen auch die amtierenden Majestäten Wilhelm VII. Droste und Julia I. von Halen, und richtete einige Worte an die Jubilare. Dabei wurde laut Mitteilung deutlich, welch lange Tradition und Verbundenheit sie mit der Gilde verbindet. Ein kurzer Rückblick habe zudem an besondere Momente in den jeweiligen Königsjahren erinnert.

Zu den anwesenden Jubilaren zählte Klaus I. Zumbült, der vor 45 Jahren gemeinsam mit Hedwig III. Mertens die Königswürde errang. Ebenso anwesend waren Dr. Jürgen I. Ohlmeier und Maria VI. Lueg, die die Gilde vor 30 Jahren regierten, sowie Friedhelm II. Thien und Mechthild II. Müller, die vor 25 Jahren an ihrer Spitze standen. Die Jubilarfeier bot damit nicht nur Gelegenheit, verdiente Jubilare zu ehren, sondern auch, gemeinsam auf viele Jahrzehnte Vereinsgeschichte zurückzublicken.

Jubilarfeier 2026 HP

Der Rückblick auf viele Jahrzehnte Vereinsgeschichte stand unter anderem im Vorfeld des Schützenfestes der St.-Sebastian-Schützengilde Beckum auf der Tagesordnung. Das Foto entstand im Rahmen der diesjährigen Jubilarfeier.

 Kategorie: Schützenfest
 
Aus einer Laune heraus zum König geschossen
  1. September 2026   Autor: Wilhelm J. Droste

Manchmal ist es offenbar besser, keinen Plan zu haben. Dr. Bernhard Beisenkötter wollte beim Schützenfest der St.-Sebastian-Schützengilde am vergangenen Wochenende zunächst gar nicht ernsthaft um die Königswürde kämpfen.

„Das hat sich tatsächlich aus einer Laune heraus entwickelt", erzählt der 62-jährige Rechtsanwalt und Notar. Seiner Frau habe er fest zugesagt, nicht auf den Königsvogel zu schießen. Mit ihrem Einverständnis machte er auf dem Schützenplatz an der Windmühle auf dem Höxberg schließlich doch weiter. Am sogenannten Lockerschießen beteiligen sich zunächst zahlreiche Schützen. Nach und nach ziehen sich die ersten zurück, bis nur noch die ernsthaften Anwärter übrigbleiben. „Dann kristallisiert sich langsam heraus, wer tatsächlich Kandidat wird", erklärt Beisenkötter. In diesem Jahr waren es am Ende sechs Schützen.

Als der Vogel zunehmend auseinanderbrach, rückte die Königswürde für Beisenkötter plötzlich in greifbare Nähe. Mit einem seiner Schüsse habe er beinahe den gesamten verbliebenen Vogel von der Stange geholt. Nur ein kleines Stück sei noch hängengeblieben. „Da dachte ich, der geht jetzt an mir vorbei", erinnert er sich. Der nächste Schütze traf jedoch nicht gut genug. Beisenkötter bekam eine weitere Gelegenheit – und brachte mit dem 121. Schuss den letzten Rest zu Fall. Beim entscheidenden Treffer sei er weitgehend „im Tunnel" gewesen. Der erste Gedanke sei deshalb recht schlicht ausgefallen: „Endlich." Zugleich sei er froh gewesen, dass der Vogel tatsächlich gefallen war. Können allein reicht für einen Königsschuss nach Beisenkötters Einschätzung nicht aus. „Man muss zumindest den Vogel treffen. Das ist schon mal hilfreich", sagt er augenzwinkernd.

Sinnvoll sei es außerdem, auf die Stelle zu zielen, an der der Vogel noch mit der Stange verbunden sei. Welcher Kandidat schließlich den entscheidenden Treffer lande, hänge wegen der festen Reihenfolge aber auch stark vom Glück ab. An der Sebastian-Schützengilde schätzt Beisenkötter zudem, dass die Königswürde für jedes Mitglied erschwinglich bleibt und der Geldbeutel keine Rolle spielt. Auch bei der Kleidung gebe es keine überzogenen Erwartungen: Zum Beispiel müssten sich die Frauen des Hofstaats nicht für jeden Abend eine aufwendige Garderobe zulegen.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es für den neuen König dennoch: Sein ältester Sohn hatte gleichzeitig versucht, Jungschützenkönig zu werden. Das klappte nicht. Anschließend gehörte er aber gemeinsam mit seinem Bruder zu denjenigen, die den Vater auf den Schultern trugen.

Für das bevorstehende Königsjahr hat Bernhard Beisenkötter einen klaren Wunsch: Er möchte alte Freundschaften vertiefen und neue Freunde gewinnen. Auf die kommenden Monate blickt er entsprechend gelassen: „Das wird sicherlich entspannt."

Beisenkötter löst ein lange gegebenes Versprechen ein

Gebürtiger Beckumer ist Dr. Bernhard Beisenkötter nicht. Der 62-Jährige stammt aus Münster und zog später nach Beckum. Erste soziale Kontakte in der neuen Heimat waren nach eigenen Worten Mitglieder der St.-Sebastian-Schützengilde. „Die Freunde, die ich hier kennenlernte, waren im Schützenverein", erzählt er.

Sie nahmen ihn zu Veranstaltungen der Gilde mit. Dort sei er freundlich gefragt worden, ob er nicht ebenfalls Mitglied werden wolle. Seit 2005 gehört Beisenkötter den Sebastianern an, bereits zwei Jahre später übernahm er die Aufgabe des Geschäftsführers. Der Begriff Schießsport beschreibt für ihn allerdings nur einen kleinen Teil des Vereinslebens.

Nur wenige der Mitglieder gehen nach seiner Einschätzung regelmäßig auf die Schießanlage, um den Sport aktiv auszuüben. Viel wichtiger sei das Gemeinschaftsgefühl: „Es ist dieses Miteinander, dieses wirklich familiäre Miteinander. Das macht viel Spaß."

Beisenkötter hatte schon früher mit der Königswürde geliebäugelt. Eigentlich wollte er direkt nach dem Ende seiner Zeit als Geschäftsführer den Vogel abschießen. Dieser Plan ging jedoch nicht auf.

Nun klappte es ausgerechnet in dem Jahr, in dem er zunächst gar nicht als ernsthafter Kandidat angetreten war. „Wenn man es plant, funktioniert es meistens nicht", stellt der neue König fest.

Als Königin steht Dr. Sabine Kühne an der Seite von Beisenkötter. Sie ist nicht seine Ehefrau, sondern eine langjährige Freundin. Die Verabredung zwischen beiden reicht rund zehn Jahre zurück. Schon damals fragte Beisenkötter sie, ob sie seine Königin werden würde, falls er den Vogel abschieße. Weil sein seinerzeit geplanter Anlauf auf die Königswürde erfolglos blieb, wartete Sabine Kühne geduldig auf die Einlösung des Versprechens. Nun bildet sie mit Beisenkötter das neue Königspaar. Die jeweiligen Ehepartner, Dr. Karsten Kühne und Beate Beisenkötter, stehen ihnen als Prinzgemahlpaar zur Seite. Ein Teil des Hofstaats war bereits im vergangenen Jahr auf dem Thron vertreten. Für Beisenkötter passt das zum familiären Charakter der Gilde: „Man kennt und schätzt sich."

König und Königin 2026 HP

Neue Majestäten in Beckum: Dr. Bernhard Beisenkötter mit Dr. Sabine Kühne. Die beiden kennen sich lange, sie ist nun die Königin an seiner Seite.

 Kategorie: Schützenfest
   
Jan Gausmann ist neuer Jungschützenkönig
  1. September 2026   Autor: Wilhelm J. Droste

Beim Jungschützenschießen fiel die Entscheidung mit dem 84. Schuss: Jan Gausmann brachte den Vogel zu Fall und sicherte sich damit die Königswürde.

Insgesamt acht Schützen hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt und um den Titel gerungen. An der Seite des neuen Jungschützenkönigs steht Luzie Henneke. Auch der weitere Hofstaat steht fest. Das Adjutantenpaar bilden Julius Samson und Julia Runge. Zum Thron gehören drei weitere Paare: Moritz Martin und Leonie Callensee, Christian Kahl und Johanna Kahl sowie Ferdinand Frölich und Katharina Braun. Mit dem Königspaar und den Adjutanten bilden sie den neuen Hofstaat der Jungschützen.

Jungschützenkönig 2026 HP

 Kategorie: Schützenfest
   
Dr. Bernhard Beisenkötter holt Vogel von Stange
  1. September 2026   Autor: Wilhelm J. Droste

Mit dem 121. Schuss ist die Entscheidung gefallen: Dr. Bernhard V. Beisenkötter ist neuer König der Sebastian-Schützengilde Beckum. Gemeinsam mit Dr. Sabine II. Kühne bildet er das neue Königspaar. Insgesamt sechs Schützen hatten sich am Wettbewerb um die Königswürde beteiligt. Von Freitag bis Sonntag feierten die Schützen ihr Fest auf dem Schützenplatz an der Windmühle auf dem Höxberg.

Bevor der entscheidende Treffer fiel, wurden beim Schießen zunächst die Insignien des Vogels ins Visier genommen. Michael Gerdhenrich sicherte sich das Zepter, René Hülsmann schoss den Apfel und Moritz Martin die Krone. An der Seite des neuen Königspaars steht das Prinzgemahlpaar Dr. Karsten Kühne und Beate Beisenkötter. Zum Thron gehören außerdem vier Paare: Wieland Wegge und Kerstin Runge, Tim Paul und Nicole Ruge, Michael Runge und Grit Wegge sowie Steffen Ruge und Julia Paul.

Das Königsadjutantenpaar bilden Reinhard und Manuela Agnesens. Als Zeremonienmeisterpaar gehören Olaf und Ulrike Kahl ebenfalls zum Hofstaat. Einige Namen im neuen Hofstaat sind bereits aus dem vergangenen Jahr bekannt. Dr. Karsten Kühne und Dr. Sabine Kühne gehörten 2025 schon zum Thron der Sebastian-Schützengilde. Damals regierte Wilhelm VII. Droste, der den hölzernen Aar mit dem 100. Schuss zu Fall gebracht und sich gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt hatte. Seine Königin war Julia von Halen. Auch Tim und Julia Paul waren bereits im vergangenen Jahr Teil des Hofstaats. 2025 fungierten sie als Königsadjutantenpaar. In diesem Jahr gehören beide zum Thron: Tim Paul gemeinsam mit Nicole Ruge und Julia Paul an der Seite von Steffen Ruge.

Das Prinzgemahlenpaar des vergangenen Jahres bildeten Dirk Stutenbäumer und Dr. Wiebke Droste. Neben Karsten Kühne und Sabine Kühne gehörten Josef Roxel und Heike Niehaus, Richard Niehaus und Edith Roxel sowie Thorsten Schröder und Isabel Schröder zum Thron. Als Zeremonienpaar fungierten Hermann und Christina Schlüter. Die Insignien hatten Justus Beisenkötter (Zepter), Oliver Hütte (Apfel) und Karl-Heinz Bonsel (Krone) geschossen. Auch beim Nachwuchs gibt es neue Majestäten. Kindermajestät ist Leopold Krogbeumker. An seiner Seite steht Charlotte Krogbeumker.

König 2026 HP

Neuer Regent der Sebastian-Schützengilde Beckum ist Dr. Bernhard V. Beisenkötter. Getragen wird er von seinen Söhnen Justus (l.) und Tillmann.

Kindermajestät 2026 HP

Kindermajestät ist Leopold Krogbeumker.

Schützenthron 2026 HP

Auch der Altschützenthron stellte sich noch einmal für ein Gruppenfoto an der Windmühle auf dem Höxberg zusammen.

 Kategorie: Schützenfest
   
Tradition erleben
  1. September 2026   Autor: Wilhelm J. Droste

Sehr verehrte Leserinnen und Leser, liebe Bürgerinnen und Bürger.

„Das bevorstehende Schützenfest steht unter dem Motto „Tradition erleben, Freude teilen". Treffender könnte man es nicht beschreiben, was unser Schützenwesen ausmacht: gelebte Gemeinschaft, Verbundenheit mit unserer Heimat und die Freude daran, besondere Momente miteinander zu teilen.

Als amtierender Schützenkönig der St. Sebastian-Schützengilde und auch im Namen meiner Königin Julia I. von Halen blicke ich mit großer Dankbarkeit auf ein ereignisreiches und unvergessliches Thronjahr zurück. Viele schöne Erinnerungen bleiben: die stimmungsvollen Thronfeste, das Winterfest der Jungschützen, der Winterball der Ahlener Bürgerschützen, der Auftritt beim Narrenpütt, unsere Thronfahrt an den Rhein, der Besuch beim 200-jährigen Jubiläum der Werse Schützen und die vielen herzlichen Begegnungen, die dieses Jahr so besonders gemacht haben.

Eine besondere Erinnerung an dieses Königsjahr ist auch die Königsmedaille, die der Tradition folgend jeder Schützenkönig für die große Königskette entwerfen lässt. Meine Medaille zeigt eine Gedenkmünze zum 35-jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung zwischen West- und Ostdeutschland; ringsherum sind Personengruppen dargestellt, die die lebendige Gemeinschaft unserer Gilde verkörpern. So verbindet sie Geschichte, Zusammenhalt und das, was unsere Gilde ausmacht: Tradition erleben und Freude teilen.

Mein besonderer Dank gilt dem Vorstand, der mit großem Einsatz zum Gelingen unseres Vereinslebens beiträgt. Ebenso danke ich allen Gildemitgliedern für die Unterstützung, die Wertschätzung und das spürbare Miteinander. Nun freuen wir uns auf unser Schützenfest. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, mit uns zu feiern und gemeinsam Freude zu teilen. Mit Schützengruß und Horrido, Ihr Schützenkönig und Oberst Wilhelm VII. Droste.

Königspaar 2025 HP

König Wilhelm VII. Droste und Königin Julia I. von Halen grüßen ihre Schützenfreunde und blicken mit Freude auf das Schützenfest auf dem Festplatz an der Windmühle.

Medaille Wilhelm VII. Droste HP

Die Schützenmedaille des amtierenden Königspaares.

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